Hier findet Ihr Links zu Kinderbüchern, Spielsachen und anderen Materialien, die möglicherweise im Seminar zur Sprache gekommen sind. Alle Links zu Buch7 und Amazon sind Affiliate Links, d.h. wenn Ihr über diese Links etwas bestellt, bekomme ich ein kleines Provisiönchen, am Preis ändert sich für Euch aber nix. 🙂

Hauttöne-Buntstifte

„Gib mir mal die Hautfarbe“ – „Welche?“

Da in gängigen Buntstifte-Sets höchstens ein oder zwei Brauntöne gibt, braucht es dringend überall, wo mit Buntstiften gemalt wird, ein extra Set Hauttöne-Buntstifte, damit Kinder nicht mit der Vorstellung aufwachsen, ein Farbton zwischen beige, lachsfarben und apricot sei „Hautfarbe“. Leider sind nicht alle Sets, auf denen „Hautfarben Buntstifte“ steht, empfehlenswert, und auch diese beiden von Giotto und Lyra hier sind nicht perfekt, aber von allen mir bekannten Sets die empfehlenswertesten. Für Giotto spricht der Preis und dass der Farbton am eingefärbten Stift erkennbar ist, für Lyra spricht, dass es dicke, gut greifbare Stifte sind.

Link zu Amazon für Giotto Skin Tones | Link zu Amazon für Lyra Skin Tones

Hauttöne-Pflaster

Wenn Braune und Schwarze Kinder damit aufwachsen, dass jener Farbton, den wir „hautfarben“ nennen, gar nicht ihrem Hautton entspricht, macht das etwas mit ihrer Identität. Natürlich gibt es auch viele Pflaster, die bunt sind, und die sind auch eine gute Lösung. Und es gibt diese Pflaster von Hansaplast, die Braunen und Schwarzen Kindern vermitteln: Du gehörst dazu.

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Literatur für Erwachsene

Wir können mit Kindern nur dann über Rassismus sprechen, wenn wir selbst solides Wissen über Rassismus haben.

Wie erkläre ich Kindern Rassismus?
von Josephine Apraku & Le Hong
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Gib mir mal die Hautfarbe
von Olaolu Fajembola & Tebogo Nimindé-Dundadengar
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Why we matter. Das Ende der Unterdrückung
von Emilia Roig
Ich halte dieses Buch für eins der wichtigsten unserer Zeit. Emilia Roig, schreibt hier als Politologin und Sozialwissenschaftlerin und mit Verweisen auf die eigene familiäre Biographie, und schafft es mit dieser klugen Mischung aus Wissenschaft und Beschreibungen von persönlich erlebten, konkreten, wechselseitigen Auswirkungen, Einblick in unterdrückerischer Systeme wie Rassismus, Sexismus und Klassismus zu vermitteln. Absolute Herzensempfehlung!
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Empowerment als Erziehungsaufgabe. Praktisches Wissen für den Umgang mit Rassismuserfahrung
von Nkechi Madubuko
Wie können Eltern von rassifizierten Kindern diese empowernd ins Leben begleiten? Wie Eltern „Schutzräume“ entwickeln und wie können wir rassistische Erlebnisse einordnen und auf sie reagieren?
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Praxishandbuch Empowerment. Rassismuserfahrungen von Kindern und Jugendlichen begleiten
von Nkechi Madubuko
Dieses Buch richtet sich an Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen und alle anderen Menschen, die wissen wollen, was es bedeutet, empowerment-orientiert zu arbeiten und mit Diversität wertschätzend und konstruktiv umzugehen.
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Wie ist Jesus Weiß geworden? Mein Traum von einer Kirche ohne Rassismus
von Sarah Vecera
Die Theologin Sarah Vecera schreibt darüber, wie Rassismus im christlichen/kirchlichen Kontext reflektiert werden kann.
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Errungenschaften Afrikas. Die andere Seite einer Realität
von Keith Hamaimbo
Unser Bild vom afrikanischen Kontinent ist von Einseitigkeit, Homogenisierung und kaum verhohlener Abwertung geprägt. Man kann sich so ziemlich darauf verlassen: Wenn vorne auf einem Kinderbuch „Afrika“ draufsteht, ist Rassismus drin, aber wir merken es in der Regel nicht, weil die rassistischen Darstellungen vom afrikanischen Kontinent für unsere Wahrnehmung eben „völlig normal“ sind. Dieses Buch erweitert unseren Blick sowohl auf Errungenschaften z.B. in der Medizin oder in Naturwissenschaften oder auch Erfindungen oder auf wichtige afrikanische Persönlichkeiten – historisch wie auch in der Gegenwart.
Per Mail direkt beim Autor bestellen (bester Support) | Link zum Welthausshop (keine Affiliate-Links)
Zu diesem Buch gibt es auch einen „Bilduggs-Bag“ mit Materialien für Schüler*innen der 8.-13. Klasse, außerschulische Gruppen oder Erwachsene, das man hier bestellen kann.

Pädagogik neu denken! Die Migrationsgesellschaft und ihre Lehrer_innen
von Yasemin Karakaşoğlu, Paul Mecheril, Jeannette Goddar
Ein mega wichtiges Buch für Lehrer*innen, das von den Basics der Notwendigkeit rassismuskritischen Arbeitens anfängt und viele Beispiele und Bezüge zum Schultag liefert. Dadurch, dass es als Interview-Buch aufgebaut ist, trotz der anspruchsvollen Sprache gut zu lesen.
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Leitfäden für diskriminierungssensible Sprache

→ Antidiskriminierungsbüro u.a.: Leitfaden für einen rassismuskritischen Sprachgebrauch
→ Leidmedien.de: Begriffe über Behinderung von A bis Z
→ Vielfalt Mediathek: Glossar zur geschlechtlicher und sexueller Vielfalt
→ Uni Graz: Leitfaden für diskriminierungsfreie Sprache, Handlungen, Bilddarstellungen

Verschiedene Links & Lesetipp

Spielmaterialien

Puzzle: Ich ziehe mich an
von Janod
ab 2 Jahren
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Puzzle: Der menschliche Körper
von Janod
ab 5 Jahren
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Bügelperlen: Meerjungfrauen
von Hama
ab 5 Jahren
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Puzzle: Disney Feen
von Ravensburger
Verlag sagt: ab 6 Jahren. Ich sage: geht auch früher
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Kinderbücher

Es ist Platz für mich da!
von Mariela Georg
Das ist ein so schönes, geradezu heilsames Buch für Groß und Klein: Nicht nur, dass dieses Buch mega diverse Repräsentationen zeigt, es ist ist auch voller liebevoller Affirmationen, für positive Glaubenssätze und Gedanken.
Autorin sagt: ab 1. Ich sage: Vielleicht eher gegen den 2. Geburtstag.
Link zum Etsy-Shop der Autorin (kein Affiliate-Link)

niwîcihâw / Helfen
von Caitlin Dale Nicholson & Leona Morin-Neilson
Dieses Buch ist ein besonderer Schatz, und das nicht nur, weil es eins der wenigen authentischen Kinderbücher über Indigenous in deutscher Sprache ist. Die Autorin ist selbst Angehörige der Tahltan, eine der First Nations im heutigen Kanada, und hier erzählt sie in wenigen, kurzen Sätzen, wie Großmutter und Enkelkind brechen auf, um Hagebutten zu ernten, und dabei das Kind ganz organisch von seiner Großmutter lernt zu zu beten, zu horchen, zu ernten, zu helfen.
Verlag sagt: 2 bis 5. Ich sage: Geht sogar länger. Dadurch, dass die Sätze sehr kurz sind, sind sie schon zum Vorlesen ganz junger Kinder geeignet. Und dadurch, dass dieses Buch einen realistischen Einblick in das Leben einer Indigenous Volksgruppe, ist es auch interessant für ältere Kinder, die schon älter sind.
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nipêhon / Warten
von Caitlin Dale Nicholson & Leona Morin-Neilson
Genau wie „Helfen“ von der gleichen Autorin ist dies eins meiner allerliebsten Kinderbücher: Ein Mädchen, seine Mutter und Großmutter machen einen Ausflug, um Schafgarbe zu sammeln – ein so sanftes Buch über Liebe und Geduld über Generationen hinweg. Wie auch in „Helfen“ finden sich hier unaufgeregte, reduzierte Sätze, die zum Teil sogar identisch sind wie in „Helfen“, und trotzdem ist der Vibe und die der Humor einfach so besonders und außergewöhnlich, dass ich es trotzdem als Bereicherung empfinde, beide Bücher zu haben; wir lesen sie meistens nacheinander vor und sowohl mein fünfjähriger Sohn als auch ich lieben es und freuen uns schon immer auf die lustige Stelle, die auch jedes Mal erneut witzig ist! die ein Gefühl von Entschleunigung und Achtsamkeit erzeugen, und auch hier stehen die Sätze sowohl in deutscher Sprache, als auch in Cree; dabei sind die Sätze in Cree in lateinischen Buchstaben wie in der Silbenschrift der Cree zu sehen.
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Rettet die Erde!
von Patrick George
Was können wir tun, um dem Klimawandel entgegenzuwirken? Patrick George hat da einige Ideen, die er cool umgesetzt hat. Wie schon in seinem Tierbefreiungsbuch „Lass mich frei!“ (hier zu meiner Rezension) arbeitet er hier mit Folienseiten: Zu der Idee „Lass das Auto stehen!“ sieht man erst mal zwei Menschen in einem Auto sitzen, aber wenn man die mit dem Auto bedruckte Folienseite umblättert, bleiben da zwei Menschen auf einem Fahrrad!
Verlag sagt: ab 3. Ich sage: 2 – 4 Jahre.
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Ich bin anders als du – Ich bin wie du
von Constanze von Kitzing
Wir haben auch „Ich mag“ und „Ich bin jetzt“ von der Autorin, und nun ist auch dieses Wendepappbilderbuch zu uns gekommen. Und es funktioniert so: Wenn man auf der einen Seite anfängt, stellen jeweils zwei Kinder ihre Unterschiede fest – und wenn man das Buch umdreht und von hinten liest, stellen jeweils zwei Kinder ihre Gemeinsamkeiten fest. Und diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten beziehen sich nicht etwa auf den Hautton, das Geschlecht, das Alter oder die körperlichen Fähigkeiten, sondern solche Dinge wie individuelle Vorlieben. Zurecht ein Bestseller!
Verlag sagt: 3 – 7 Jahre. Ich sage: eher so 2 – 5 Jahre.
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Meine erste Weihnachtskrippe
von Joey Chou
Dass unser Bild von Jesus das eines Weißen, blonden Jünglings ist, obwohl er im sogenannten mittleren Osten geboren wurde, ist kein Zufall, sondern hat mit der rassistischen Praxis des Whitewashings (deutsch: „Weißwaschen“) zu tun. In einer globalen, historisch gewachsenen Gesellschaftsordnung, die Weiße Menschen an die Spitze der Hierarchie verortet, passt natürlich die Vorstellung nicht, dass das Christentum auf einen Braunen Mann zurückgeht. Das Gleiche gilt übrigens auch für Nikolaus von Myra, auf den unsere Figur des Nikolaus/Weihnachtsmanns zurückgeht, und der im Gebiet der heutigen Türkei geboren wurde und gelebt hat. Braune und Schwarze Kinder, aber auch Weiße Kinder sollten jedoch das Recht haben, die Welt in ihrer vielfältigen Realität zu erfahren, und mit der Selbstverständlichkeit aufwachsen, dass bedeutsame (historische) Figuren nicht alle Weiß waren und wie verbunden die verschiedenen Kulturen des Planeten eigentlich miteinander sind. Dieses Buch bietet Bastelvorlagen für eine Weihnachtskrippe, in der die sogenannte Heilige Familie als Braun dargestellt sind – was übrigens nicht zuletzt für unsere Wahrnehmung der kopftuchtragenden Maria wichtig ist.
Verlag: 3-6 Jahre.
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Morgens bei uns!
von Kim Crocket Corson & Jelena Brezovec
Ein wunderschön illustriertes Buch über zuckersüß ambitionierte Selbstständigkeitsbemühungen der jungen Protagonistin. Ich lese zwei Wörter anders vor als sie im Buch stehen: „Hafermilch“ statt „Milch“, und „weinen“ statt „heulen“.
Verlag sagt: 3 – 6 Jahren. Ich sage: ob das Sechsjährige noch spannend finden..?
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Nelly und die Berlinchen – Die Schatzsuche
von Karin Beese & Mathilde Rousseau
Der zweite Band der Großstadt-Abenteurerinnen ist da! Süße Reime, eine Rätselschnitzeljagd, und ganz viele nicht-normative Familienfotos am Schluss.
Verlag sagt: 3 – 7. Ich sage: Mein Vierjähriger hat die Rätsel noch nicht selbst lösen können, ein bisschen schade für ihn, aber er mag es trotzdem sehr gerne.
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Was du nicht alles kannst!
von Davina Bell & Allison Colpoys
Kinder stoßen einfach andauernd an die Grenzen ihres Könnens und ihres Dürfens – und dieses Buch lenkt den Blick auf das Gegenteil! Ein süßes, empowerndes Buch, mit jeder Menge Brauner/Schwarzer Kinder.
Verlag sagt: 3 – 10 Jahre. Ich sage: Na na, für Kinder über 6 Jahren ist das nix mehr.
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Kalle und Elsa
von Jenny Westin Verona & Jesús Verona
Das ist der erste von mittlerweile drei Bänden der besten Freund*innen Kalle und Elsa und ihren Phantasie-Abenteuern. Von Kalle, den ich als Schwarz lese, kennt man bisher nur die Weiße Mama, und das ist ganz cool: Ich lese immer wieder von Verlagen oder TV-Macher*innen, dass es eine Geschichte nur kompliziert machen, indem es Erklärungen erfordern würde, wenn z.B. ein Schwarzes Kind ein Weißes Elternteil hat – aber dieses Buch zeigt, dass das ganz hervorragend geht und überhaupt keine Erklärung benötigt! Gefreut habe ich mich auch über Elsas Mama in Band 2, die beim Strandausflug nämlich ganz normal als nicht-dünne Frau im Badeanzug gezeigt wird, und auch Elsas Papa in Band 3, der im Hintergrund mit einem Wäschekorb durch den Flur läuft. Wir mögen die entzückenden phantasievollen Abenteuer der beiden super gern!
Verlag sagt: ab 3 bis 6 Jahren. Ich: auch
Kalle und Elsa (Band 1): Link zu Buch7 | Link zu Amazon
Kalle und Elsa – Ein Sommerabenteuer (Band 2): Link zu Buch7 | Link zu Amazon
Kalle und Elsa lieben die Nacht (Band 3): Link zu Buch7 | Link zu Amazon

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Bleibt der jetzt für immer?
von Lauren Child
Elmore Green war bisher ein sehr glückliches Einzelkind – aber die Eltern mussten ja unbedingt ein zweites Kind bekommen… Ein entzückendes Buch, das die häufig unterschätzte Herausforderung thematisiert, die die Geburt eines Geschwisterkindes für das Erstgeborene bedeutet. Eine Stelle, die ich etwas kritisch finde, ist eine wichtige Erinnerung für Eltern: Da wird Elmore nämlich gesagt, er sollte nicht böse auf sein Geschwisterchen sein, weil es doch so klein sei – obwohl es an Elmores Jelly Beans geleckt hat! Da braucht Elmore natürlich Empathie, keine Belehrung darüber, wie er sich fühlen soll – kein Wunder, dass Elmore ganz schön angepisst ist. Cool ist noch an dem Buch, dass die gesamte Familie Schwarz ist, das findet man recht selten.
Verlag sagt: ab 3 – 6 Jahren. Ich: stimme zu.
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Und zum Schluss ein bunter Kuss
von Johanna Klement & Barbara Jung
Ein entzückendes Gute-Nacht-Buch mit einer wunderschön gelungenen Repräsentanz vielfältiger Familienformen.
Verlag sagt: ab 4. Ich finde, ab 3 geht auch.
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Julian ist eine Meerjungfrau
von Jessica Love
Ein hinreißendes, verträumtes und empowerndes Buch über Individualität und bedingungslose Liebe. Eine kleine Sache lese ich anders vor als es im Buch steht: Statt „Sei brav“ lese ich vor: „Viel Spaß!“, um diesen adultistischen (Adultismus = Eine bestimmte Wahrnehmung von Kindern und Jugendlichen auf Basis ihres Alters, die zu ihrer Diskriminierung führt) Klassiker, der im Grunde ein Misstrauensvorschuss bedeutet, zu umgehen.
Herzensempfehlung!
Verlag sagt: ab 4 Jahren. Ich sage: 3 geht auch.
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Der Kaufmann und der Papagei

von Rashin
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Die iranische Illustratorin Rashin

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Meine Freundin Erde
von Patricia McLachlan & Francesca Sanna
Ein wunderschönes, poetisches Buch, das mit wenigen Worten auskommt – mit außergewöhnlichen Seitenschnitten, die eine dynamische Landschaft ergeben.
Verlag sagt: 4 – 6 Jahren. Ich sage: ab 3 geht auch.
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Geh weg, Herr Berg!
von Francesca Sanna
Die Illustratorin von „Meine Freundin Erde“ hat auch ein eigenes, und zwar richtig tolles Kinderbuch herausgebracht: Lily stört der Berg vor ihrem Fenster – und sie lässt nicht locker – allen Widerständen zum Trotz besteht sie auf ihrem Wunsch, dass der Berg endlich aus dem Weg gehen möge. Ich bin tief gerührt von dem herzergreifenden Thema der Vergeblichkeit (manchmal wollen wir etwas SO SEHR – und wir können es einfach nicht haben…), und vom wunderbaren Eigensinn dieses Kindes. Es geht darum, sich selbst treu zu bleiben und den eigenen Weg zu finden – und um eine ungewöhnliche Freundschaft. Herzensempfehlung!
Verlag sagt: 4 bis 6 Jahre. Ich: schließe mich an.
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Kleines Pferchen Mahabat
von Satomi Ichikawa
Wie es noch heute in Kirgistan nicht unüblich ist, verbringen auch Djamilias Großeltern den Sommer in den Bergen in ihrer Jurte, wo sie sich der Pferdezucht widmen verbringen – und Djamilia darf zum ersten Mal ihre Sommerferien dort verbringen! Ein süßes, liebevolles Buch, in dem es viel um familiäres Miteinander und Fürsorge geht, denn auch Djamilia kümmert sich um ein verletztes Fohlen, das sie Mahabat nennt.
Ich finde es etwas kritisch, dass die Autorin selbst Japanerin ist, die schon lange in Frankreich lebt – also zu Kirgistan so erst mal wenig Bezug zu haben scheint. Aber es gibt leider nur extrem wenige Kinderbücher, die zentralasiatische Kultur und Traditionen zeigen, und Ichikawa scheint zumindest gut recherchiert zu haben.

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Gefühle – So geht es mir!
von Felicity Brooks, Frankie Allen und Mar FerreroOh, eins meiner Lieblingsthemen! Und zwar auch deshalb, weil wir ja in der Regel alle nicht so richtig Ahnung von Gefühlen haben. Auch Kinderbücher zu dem Thema sind nicht immer eine Hilfe, weil letztlich in einem Sammelsurium von Pseudogefühlen und Bewertungen/Kategorisierungen mit tatsächlichen Gefühlen vermischt werden. Aber dieses Buch hier ist definitiv eine Empfehlung wert: eine herzige Navigationshilfe durch die ja schon echt komplizierte Welt der Gefühle – inklusive verschiedener Möglichkeiten, mit Gefühlen umzugehen und ihnen Ausdruck zu verleihen. Hier können auch Eltern ihren Gefühlswortschatz erweitern! Leider fehlt die Scham komplett, damit will man nicht mal in einem Gefühle-Buch zu tun haben…! Da muss ich das Buch mal bei Gelegenheit pimpen. Da leider alle Kinder europäische Namen haben, habe ich einige übrigens umbenannt, und so heißen beim Vorlesen nun einige Akbar, Huda, Ashok, Saman, Arash und Özlem. Herzensempfehlung!
Verlag sagt: 4 – 6 Jahre. Ich sage: Dreijährige können auch schon etwas damit anfangen.
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Anne Frank: Little People, Big Dreams
von María Isabel Sánchez Vegara
In der Reihe „Little People, Big Dreams“ werden Menschen vorgestellt, die unter widrigen Umständen ihre Träume wahrgemacht haben. Nun sind die Umstände in diesem Fall besonders widrig, und das Happy End (das für Kinder ja notwendig ist) kann sich hier nur so darstellen, dass sich Annes inniger Wunsch, Schriftstellerin zu werden, erfüllt hat, indem später ihr Tagebuch weltweit veröffentlicht wurde. Das KZ, in dem sie starb, wird hier als „schrecklichster Ort der Welt“ beschrieben, weitere Details werden nicht genannt. Ich empfinde es als eher bedrückendes Buch – gleichzeitig finde ich es wichtig, über deutsche rassistische Geschichte zu sprechen, wenn wir über us-amerikanische rassistische Geschichte sprechen, und ich denke, es ist gut gelungen, dieses dunkle Kapitel kindgerecht anzugehen. Übrigens: Ist Dir eigentlich klar, dass Anne Frank im gleichen Jahr geboren wurde wie Martin Luther King oder auch Bud Spencer? Anne Frank hätte letzten Monat 91 Jahre alt werden können, das ist kein unrealistisches Alter. Das ist alles echt nicht so lange her, wie es einem so vorkommt.
Verlag sagt: 4 – 10 Jahre. Ich sage: 5 – 8 Jahre
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Maya Angelou: Little People, Big Dreams
von Lisbeth Kaiser & Leire Salaberria
Maya Angelou ist eine beeindruckende Persönlichkeit – mit einem außergewöhnlichen Werdegang. Es gibt verschiedene Stellen, die das Buch inhaltlich sehr besonders machen: „Sie war acht, da verging sich Mamas Freund an ihr.“ – ein kindgerechter Anlass, darüber zu sprechen, dass es manchmal passiert, dass Erwachsene Kinder auf eine Weise anfassen, die nicht okay ist. Oder: „Schwarze Menschen wurden damals ungerecht behandelt. Und als Mädchen hatte es Maya doppelt schwer.“ – ein kindgerechter Anlass über strukturellen Sexismus und Rassismus und eben über Intersektionalität zu sprechen. Was mir nicht sooo gut gefällt, ist die Stelle, in der steht, Maya habe als Dozentin ihre Student*innen dazu ermutigt, dass diese alles werden könnten, was sie wollen. Ich finde es zutreffender und empowernder Menschen dazu zu ermutigen, dass alles, was sie werden und erreichen, genug ist. Trotzdem kriegt das Buch natürlich eine 1+ von mir. Über Maya Angelou gibt es übrigens eine enorm empfehlenswerte Doku auf Netflix!
Verlag sagt: 4 – 10 Jahre. Ich sage: 5 – 8 Jahre
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Mahatma Gandhi: Little People, Big Dreams
von María Isabel Sánchez Vegara & Albert Arrayás
Ich war schon als Teenager eine große Verehrerin von Gandhi und einige Jahrzehnte später habe ich recht ungeduldig auf diese deutsche Übersetzung gewartet. Mittlerweile finde ich aber, dass wir aufhören müssen, Menschen auf Podeste zu stellen, und deshalb heißt dieses Buch bei uns „Mohandas Gandhi“, das ist nämlich Gandhis eigentlicher Name („Mahatma“ bedeutet auf sanskrit „große Seele“ und hat sich als „Ehrenname“ etabliert). Ich finde, die Autorin hätte mehr aus diesem Stoff herausholen können; Großbritannien kommt hier ziemlich glimpflich davon und insgesamt bleibt es etwas oberflächlich, gleichzeitig macht es das natürlich kindgerecht. Und was ich gut finde: Bei der Buchstelle, in der über Gandhis Eintreten für die Rechte der indischen Bevölkerung in Südafrika eintritt, kann man Kindern erzählen, dass er sich damals leider nicht so vehement für die Rechte der Schwarze, südafrikanische Bevölkerung eingesetzt hat. Trotzdem bleibt Gandhi, als Kämpfer für gewaltlosen Widerstand gegen den britischen Kolonialismus und Imperialismus eine extrem wichtige historische Figur, und was mindestens genauso wichtig ist: Für Braune Kinder (also für Kinder mit einem Bezug z.B. zum süd-/zentralasiatischen Raum) gibt es so wenige Identifikationsmöglichkeiten, und Gandhi als Inder ist einer der wenigen Braunen Menschen, die international als positive Figur anerkannt wird. Braune Kinder brauchen Gandhi.
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Rosa Parks: Little People, Big Dreams
von Lisbeth Kaiser & Marta Antelo
Von den hier vorgestellten drei Büchern aus der Reihe „Little People, Big Dreams“ gefällt mir dieses am besten, weil es sehr kindgerecht und ausführlich den Kampf gegen Rassismus (und Segregation) in den USA der 50er-60er Jahren beschreibt. Rosa Parks ist die mutige Frau, die sich eines Tages weigerte, ihren Platz im Bus für einen Weißen Mann freizumachen – obwohl es das Gesetz damals so vorschrieb. Rosa Parks wurde verhaftet, was zu Protesten der Schwarzen Bürger*innenrechtsbewegung führte – bis das Gesetz ein Jahr später abgeschafft wurde! Empowernd, ermutigend, informativ und für Kinder ein wunderbares, greifbares Happy End!
Ich bin schon auf die deutsche Übersetzungen der Bände über Martin Luther King, Harriet Tubman (der Film „Harriet“ kommt für Erwachsene bald in die Kinos!) und Gandhi aus dieser Reihe gespannt!
Verlag sagt: 4 – 10 Jahre. Ich sage: 5 – 8 Jahre
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Als wir allein waren
von David A. Robertson & Julie Flett
Dieses Buch ist ein besonderer Schatz, denn es gibt kaum empfehlenswerte deutschsprachige Kinderbücher über indigene Menschen. Der Autor David A. Robertson ist selbst Angehöriger der Cree, eine der First Nations im heutigen Kanada. Das ist übrigens auch ein ganz guter Indikator, wenn man sich nicht sicher ist, wie ein Buch zu bewerten ist: Wer spricht? Ein Buch über Indigene das von Weißen geschrieben wurde legt die Befürchtung nahe, dass man sich auf viel exotisierende Romantisierung und schlicht falsche Darstellungen von indigenen Volksgruppen gefasst machen muss. Nicht so in diesem Fall: Eine Großmutter erzählt ihrem Enkelkind, dass sie in ihrer Kindheit nicht ihre bunte Kleidung, nicht ihr langes Haar tragen, nicht die Sprache ihres Volkes sprechen, nicht mit ihrer Familie zusammen sein durfte. Dahinter steckt die reale, barbarische und transgenerational traumatische Praxis der Residential Schools. Kinder der First Nations und anderer indigenen Volksgruppen wurden ihren Eltern weggenommen und in Internate geschickt mit dem Ziel ihre kulturelle Identität auszumerzen, und in denen so schlimme Zustände herrschten, dass viele Tausend Kinder starben (auch in den USA und in Australien war dieser Umgang mit den Erstbewohner*innen Usus). Hier wird auf fast poetische Weise gezeigt, wie man so etwas kindgerecht erzählen kann – und es ist auch eine Geschichte über Resilienz, über Widerstand, übers Überleben und über Heilung. Herzensempfehlung!
Verlag sagt: ab 5 Jahren. Ich sage: Ja.
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Samira und die Sache mit den Babys
von Souza AlSabah & Özlem Sakalkesen
Dieses wunderbare Aufklärungsbuch ist eins meiner liebsten Kinderbücher überhaupt. Darin wird die sechsjährige wieder große Schwester, und ihr wird auf anschauliche und kindgerechte Weise erklärt, wie Babys entstehen. Verschiedene Aspekte machen dieses Buch jedoch so besonders: In den Illustrationen der Körperteile und Genitalien, sind diese mehrheitlich Braun dargestellt. Das ist für die Selbstwahrnehmung von Braunen und Schwarzen Kindern, aber auch für Weiße Kinder von unschätzbarer Wichtigkeit, da die Anatomie von Körpern als gängige rassistische Praxis „standardisiert“ und normativ Weiß dargestellt werden, was unsere Wahrnehmung dessen, wie ein „normaler“ und auch normschöner Körper aussieht, maßgeblich prägt. Außerdem ist dieses Buch auch genderinklusiv, d.h. Inter(sexualität) wird erwähnt und es wird darauf eingegangen, dass nicht alle Menschen mit Vagina weiblich und nicht alle Menschen mit Penis männlich sind. Außerdem sind unterschiedliche Familienkonstellationen inklusive verschiedener Reproduktionsstrategien repräsentiert. Eine absolute Herzensempfehlung!
Verlag sagt: ab 5 Jahren. Ich auch.
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Mein funkelndes Stickerbuch: Bei den Elfen und Feen
von Fiona Watt
Alle Kinder müssen wissen: Feen, Prinzessinnen, Elfen und Meerjungfrauen können auch Braun und Schwarz sein! Das kann z.B. mit diesem Buch vermittelt werden. Von Usborne gibt es auch andere Stickerbücher, z.B. „Mein Anziehpuppen-Stickerbuch: Feen-Prinzessinnen“ oder „Mein Immer-Wieder-Stickerbuch: Meerjungfrauen„.
Verlag sagt: ab 5 Jahren. Ich sage: Geht auch früher.
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Sohn des Himmels
von Chen Jianghong
Ein bildgewaltiges Kinderbuch, das auf einer märchenhaften Legende um den Ursprung des Mondfestes dreht – eins der wichtigsten chinesischen traditionelleFeiertage, bei dem bis heute die ganze Familie zusammenkommt und Mondküchlein verschenkt. In dieser Geschichte, bei der es auch um eine besondere Liebessprache geht (das aufwändige und sorgfältige Backen von Mondküchlein), steigt die göttliche Prinzessin Xian-Zi neugierig herab zur Erde, verliebt sich in einen Menschen und bekommt mit ihm einen Sohn. Leider ist ihr Vater, der Jade-Kaiser mit diesem Regelbruch nicht einverstanden, so dass der Sohn ohne seine Mutter aufwachsen muss und sich schließlich auf die Suche nach ihr macht. Es läuft nicht alles glatt, doch am Ende sind Mutter und Sohn ein Mal im Jahr wiedervereint, und jedes Mal bringt Xian-Zi ihrem Sohn Mondküchlein mit. Ich mag vieles an dem Buch, besonders wichtig finde ich aber, dass hier eine Prinzessin gezeigt wird, die nicht wie Cinderella oder Sisi aussieht – und somit eine breitere Identifikationsmöglichkeit gibt für Kinder, die gerne Prinzessin sein würden!
Verlag sagt: ab 5 Jahren. Ich: auch.
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Raus an die frische Luft! Das Buch für kleine Entdecker
von Catherine Ard & Carla McRae
Du wohnst in der Stadt und bist ein bisschen ideenlos, wie Du Dein Kind mehr für die Natur begeistern könntest? Dann sind die vielen Tipps und Vorschläge aus diesem Buch was vielleicht was für Euch. Super finde ich, dass die Rezepte für heiße Kartoffeln, Stockbrot und Vogel-Futterzapfen vegan oder leicht veganisierbar sind.
Verlag sagt: 5 – 7 Jahren. Ich: Kann man mit vier schon anfangen.
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Vom Usborne-Verlag gibt es auch ein Buch mit dem Titel „Raus in die Natur! Mein Outdoor-Entdeckterbuch“ für Kinder von 9 – 11. Ich hatte noch keine Gelegenheit, reinzugucken, habe mit Büchern vom Usborne-Verlag bisher aber gute Erfahrung gemacht: Link zu Buch7 | Link zu Amazon

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Hier spielt die Musik. Das Orchester und seine Instrumente
von Avalon Nuovo & David Doran
Jede Menge Diversität unter den hier gezeigten Musiker*innen, und auch die vorgestellten Komponist*innen sind nicht nur die üblichen Weißen männlichen Verdächtigen aus der Zeit, in der man weiße, gelockte Perücken trug. Ein Buch für Menschen mit einer Affinität für dieses Thema, weil es schon durchaus in die Tiefe geht.
Verlag sagt: 6 – 8 Jahre. Ich sage: 6 – 10 Jahre.
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Der Bus von Rosa Parks
von Fabrizio Silei & Maurizio Quarello
Die Illustrationen in „Rosa Parks: Little People, Big Dreams“, das ich etwas weiter oben vorgestellt habe, sind eher etwas für jüngere Kinder – für ältere Kinder ist dieses hier eine Option. Das Buch ist nicht perfekt – z.B. wird der Begriff „F*rbige“ verwendet, womit viele Schwarze/Braune Menschen nicht einverstanden sind (mich eingeschlossen), da er eine Fremdbezeichnung darstellt. Trotzdem ist es für Eltern und Lehrer*innen ein wichtiges Buch.
Verlag sagt: ab 8 Jahren. Ich sage: für sensible Achtjährige eher nix, da an einer Stelle ein brutaler Angriff auf einen Schwarzen von einigen Ku-Klux-Klan-Mitgliedern beschrieben wird – inklusive der Illustration der gruseligen weißen KKK-Kapuzen.
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Redaktion Wadenbeißer. Superviele Krimi-Comics
von Ina Rometsch und Bernhard Speh
Cooler Krimi-Rätselspaß zum Kombinieren und Mitermitteln, der auch Kinder zum Lesen animiert, die ihre Näschen nicht sooo gerne in Bücher stecken. Da es ganz schön viele Bände gibt, hat man da eine Weile was von.
Verlag sagt: ab 8 – 10 Jahren. Ich sage: Mein Zehnjähriger macht keine Anstalten, die Bücher in absehbarer Zeit langweilig zu finden. Bis 12 geht locker.
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Hexen hexen: Der Comic
von Roald Dahl & Pénélope Bagieu
Der Kinderbuchklassiker als Comic mit einer Braunen Hauptfigur! Mega cool! Mein Zehnjähriger hat es verschlungen.
Verlag sagt: nix. Ich sage: ab 8 Jahren
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100 Kinder
von Christoph Drösser & Nora Coenenberg
Wenn die Verhältnisse der Welt auf 100 Kinder verteilt würden, wie viele Kinder würden Deutsch sprechen? Wie viele hätten Zugang zu Internet, zu Bildung? Wie viele würden Micky Maus kennen und wie viele mit Lego spielen? Wie viele wären auf der Flucht und wie viele lebten im Krieg? Das ist so ein tolles Buch, um Kindern verständlich zu vermitteln, wie Ressourcen verteilt sind, wie wenig selbstverständlich unsere Lebensumstände in Deutschland so sind – und im Grunde schlicht: wie wenig wir hier eigentlich der Nabel der Welt sind. Herzensempfehlung!
Verlag sagt: 8 – 10 Jahre. Ich sage: Geht easy für deutlich ältere Kinder.
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Das Wort, das Bauchschmerzen macht
von Nancy J. Della
Die Schwarzen Zwillinge Lukas und Lennard werden beim Vorlesen in der Schule plötzlich mit dem Wort, das Bauchschmerzen macht, konfrontiert. Ich finde, keine politische Argumentation bringt so gut rüber, wie schmerzhaft das N-Wort ist, wie die Beschreibung aus der kindlichen Sicht. Super finde ich auch den Prozess, während dem die Familie gemeinsam nach Lösungen für diesen Konflikt sucht, und natürlich auch letztlich fündig wird. Coolerweise ist die fiktive Grundschule in der Geschichte auch noch nach Emma Goldman benannt – googeln und unseren Töchtern von starken Frauen der Geschichte erzählen! Interessant finde ich auch, wie die Autorin/der Verlag mit Korrekturen umgeht: Weil an einer Textstelle ein Kind „flapsigerweise“ das Verbrennen von Büchern mit schmerzhaften Inhalten vorschlägt, und die Verantwortlichen im Nachhinein fanden, dass man so eine Bemerkung nur dann stehen lassen sollte, wenn sie „adäquat eingeordnet“ wird, liegt dem Buch ein Aufkleber bei, den man über diese Seite kleben kann, und der den etwas unglücklichen Vorschlag zur Bücherverbrennung mit einer Zeichnung verbirgt. Ich denke, wenn mein jüngerer Sohn mal Interesse an Pippi-Langstrumpf-Büchern zeigen sollte, dann werde ich mit den Büchern ähnlich vorgehen.
Verlag sagt: ab 12. Ich sage: ab 10 geht safe
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Amy und die geheime Bibliothek
von Alan Gratz
Ich schaffe es einfach nicht mehr, alle Bücher vom Großen vorher zu checken/lesen, die werden ja immer dicker, und deshalb habe ich ihm das hier nur auf Empfehlung gekauft. Hier eine Rezension auf buuu.ch.
Verlag sagt: 9 – 11 Jahre
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Wie siehst du denn aus? Warum es normal nicht gibt
von Sonja Eismann
Wichtig finde ich an diesem Buch, dass es nicht isoliert dafür verantwortlich sein soll, unsere normative Bodyimage Kultur in Frage zu stellen. Wenn wir unserem Kind das Buch kaufen und dann aber über unsere eigene Figur ätzen (oder auch jemandem für abgenommene Kilos Komplimente machen) oder auch sonst unserer Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper frönen, jedes Härchen wegrasieren oder über die Monobraue von XY schmunzeln, dann bringt das natürlich nix. Aber wenn wir selbst einen achtsamen, fürsorglichen Umgang mit unserem eigenen Körper im Alltag zumindest üben, dann ist das hier eine tolle Ergänzung. Und es wird deutlich gemacht, dass das binäre Geschlechtermodell nicht die Realität abbildet. Vor diesem Buch kannte ich den Hashtag #sideprofileselfie noch gar nicht – ich muss echt unbedingt mal ein Bild von meiner Charakternase posten! Und dieses Buch leistet außerdem einen wichtigen Beitrag zur korrekten Benennung des weiblichen Geschlechtsorgans (das aber mitunter natürlich nicht nur Frauen haben). Sei ehrlich: Wusstest Du, dass die Vagina nur die Scheide selbst bezeichnet, und Du der Person also quasi zwischen Beine und Vulvalippen gucken müsstest, um sie zu Gesicht zu bekommen, und das „Außen“ mit den Vulvalippen „Vulva“ heißt? Das kriegt ja z.B. das Buch „Überall Popos“ nicht hin.
Verlag sagt: ab 10. Ich sage: Ab 8 geht es auch als Vorlesebuch, ist relativ viel Text.
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Das Buch vom Anti-Rassismus. 20 Lektionen m Rassismus zu verstehen und zu bekämpfen
von Tiffany Jewell & Aurélia Durand
Ich freue mich schon sehr auf diese neu erscheinende Übersetzung – über die englische Version habe ich schon viel Gutes gehört und die Vorschau sieht einfach SUPER aus! Rassismus aus intersektionaler Perspektive für junge Leute erklärt. Übungen sind auch dabei – ich glaube, als Lehrerin werde ich es auch einsetzen. Es erscheint Ende August 2020.
Verlag sagt: 10 – 17 Jahre. Ich sage: 10 kommt mir ambitioniert vor, unter Vorbehalt da durchaus nicht wenig Text und komplexes Thema, aber 17 stapelt zu tief, geht safe auch für Ältere.
Link zur Verlagsseite (Vorbestellung möglich)

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Wie du mich siehst
von Tahereh Mafi
Dieses Buch erzählt die Geschichte von Shirin, einer muslimischen Teenagern, die aufgrund von Vorurteilen gegen ihr Koptuch im Alltag viel mit Rassismus zu kämpfen hat. Die Autorin ist selbst Muslimin, und einiges in diesem Roman hat autobiographische Bezüge. Interessant ist auch, dass die Folgen der Anschläge vom 11. September in diesem Buch eine Rolle spielen – viele Braune Menschen, auch in Deutschland, werden sich gut darin wiederfinden können, dass sich der Anschlag auf das World Trade Center auf ihr Leben ausgewirkt hat (mich eingeschlossen). Ich selbst habe das Buch nicht gelesen – auf buuu.ch, einer Seite für diverse Kinderbücher, findest Du eine Rezension.
Verlag sagt: ab 13 Jahren. Ich sage: nix.
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